Vor ein paar Wochen hab ich ja versprochen zu zeigen, wie ich die Satinangoras zupfe und die Faser dann zum Spinnen vorbereite. Zur Zeit ist es mal wieder soweit, die Kaninchen müssen gezupft werden und so habe ich die Tage mal Bilder gemacht:
Das Zupfen geht recht einfach und die Jungs sind da auch ganz entspannt. Ich mache aber auch immer nicht so lange, damit sie nicht ungeduldig werden. Lieber auf ein paar Tage verteilt, das ist besser. Wenn das neue Fell schon lang genug ist, lassen sich die Fasern leicht herausziehen.
Was wir alle drei nicht so mögen, ist die "Unterbodenpflege", aber das muss auch sein. Zwischen den Läufen nisten sich gerne mal Filzknoten ein. Hier ist also vor allem Filzkontrolle gefragt und das Zupfen des Brustfells. Die Filzknoten schneide ich dann mit einer kleinen Schere raus.
So sehen dann die Fasern frisch gezupft aus
hier sind sie im Einweichwasser (mit Essig und Spüli)
und das ist das seidig schimmernde Ergebnis nach dem Färben
Zum Verspinnen kardiere ich die Satinangorafasern zusammen mit BFL und Seide. Pur wäre mir das entschieden zu warm. Es ist unglaublich, wie warm Satinangora ist, trotzdem ich es immer sehr sehr dünn ausspinne. Da Satinangora durch das Zupfen keine Schnittkante hat, lässt es sich gut verspinnen und es hat gegenüber dem normalen Angora den großen Vorteil, dass es nicht fusselt. Weder beim Verspinnen, noch beim Stricken, noch beim Tragen des Strickteils.
Und so sieht das Ganze dann verstrickt aus (Garnfoto habe ich leider keines gefunden). Das Tuch wiegt gerade mal 60 Gramm.
Und auch das haben die Jungs gerne
Euch allen eine schöne Sommerwoche (wenn man denn dem Wetterbericht glauben darf).


















































