Samstag, 30. April 2011

Da spinne ich morgen

Unsere Spinngruppe hat dort morgen einen Sondertermin, im Museumsdorf in Kürnbach ist Handwerkertag.

Und falls jemand dann ein bißchen Wolle kaufen will, habe ich mal zwei kleine Körbchen zusammengepackt.


Und falls meinen Mitspinnerinen die Fasern ausgehen sollten, habe ich auch vorgesorgt.


Hoffentlich bleibt das Wetter so schön wie heute, draußen spinnen finde ich viel schöner.

Ich wurde gefragt, wie ich meine Garne zwirne. Eigentlich ganz normal, aber ich mag die körnigere Zwirnung gerne und darum halte ich die Fäden beim Zwirnen etwas fest, so dass sie mit mehr Drall aufeinander treffen. Schwer zu erklären. Hier mal ein Foto vom letzten Wochenende beim Zwirnen von "Namenlos". Da sieht man die Handhaltung ganz gut, ich nenn das immer die "Kutscherhaltung".



Freitag, 29. April 2011

Aus gegebenem Anlass

mein Beitrag zur Royal Wedding von William & Kate:








Und nach dem anstrengenden Fotoshooting gab es eine Entspannungspause im Strandkorb:

Mittwoch, 27. April 2011

Keinen Namen

hat der arme Kammzug bekommen und es existiert auch kein Foto von ihm. Denn der war von Anfang an für mich bestimmt, sind halt nach wie vor meine Lieblingsfarben - Wassertöne.





Aber jetzt bekommt das Garn "Namenlos" einen extra Blogeintrag, das ist doch auch was. Die Faser ist Bluefaced Leicester, es ergab zwei Stränge mit einer Gesamtlauflänge von 415 m bei 205 g Gesamtgewicht.

Und jetzt liegt ein Riesenberg gefärbter Kammzüge vor mir und alle wollen durchgesehen und geflochten werden, aber mir ist gerade so grippig und darum werde ich dem Ruf des Sofas folgen.

Dienstag, 26. April 2011

Den Wilden Westen

habe ich die letzten Tage versponnen. Rausgesucht hatte ich mir Merino mit Bambus und herausgekommen ist ein watteweicher Navajozwirn:




Die Gesamtlauflänge der beiden Stränge ist gut 410 Meter und morgen schon macht sich das Garn auf den Weg nach Berlin. Eigentlich beneidenswert, da wollte ich auch schon lange mal wieder hin.  :-)

Montag, 25. April 2011

Herzensangelegenheiten im Wattenmeer

und ganz viele Geheimnisse gibt es heute in den Verkaufsregalen.

Wasserfarben

Notting Hill

Rankende Clematis

Meeresgeheimnisse

Geheimnisse am Nil

Hexenkessel

Blütenwirbel

Wattenmeer

Herzensangelegenheiten

Das Restebatt des Wattenmeeres habe ich gestern gleich versponnen. Und zwar habe ich mal "Granny stacks" ausprobiert (also der Haarknoten einer Großmutter).  Eine simple Technik mit viel Wirkung, gefällt mir.





Sonntag, 24. April 2011

Schwobamädle-Garn

Ich bin ja ein Allgäu-Schwabe und der Schwabe an sich ist in sparsamer Mensch. Verschwendung ist ihm ein Greul und von daher habe ich von Anfang an meine Kardierreste gesammelt. Also das, was beim Batt öffnen am Abnehmstab hängenbleibt und das was ich von der Schnittkante auskämme. Und da kommt in vier Monaten ganz schön was zusammen:


In der Kiste befinden sich ungefähr 600 g Kardierreste und ca. 100 g davon habe ich versponnen. Bei den meisten habe ich sogar noch den Namen der Batts gewusst. Das waren bei diesem Strang der "Karneval in Venedig", Valentinsgruß, Dschungelbuch, Gesteinsschichten, China Roses und viele mehr. Toll ist, dass da unglaublich viele verschiedene Fasern drin sind, dazu noch Glitzer und Seide in rauhen Mengen. Das Singlegarn hab ich dann mit Bambus spiralig verzwirnt und so sieht es fertig aus:



Das Garn musste ich heute vor meiner kleinen Schwester schwer verteidigen, aber das will ich verweben, da bin ich eisern. LL ist ca. 180 m.

Für die restlichen 500 Gramm habe ich auch schon eine Idee.

Samstag, 23. April 2011

Ein Hexenkessel

wird in Zukunft mein neuer ständiger Begleiter sein. Heute wird er das erste Mal ausgeführt, er darf der Faserträger sein, wenn ich ins Museumsdorf Kürnbach zum allmonatlichen Spinntreff fahre.

Gestrickt hat das Riesenstück Nicole aus Berlin  und so groß war der Kessel, als er bei mir ankam:


Nach der ersten Wäsche bei 60 Grad, immer noch riesig:


Nach der zweiten Woche bei 95 Grad, kleiner und besser, die Form ist toll geworden:


Dann musste natürlich noch eine Verzierung her. Ich habe einen Regenbogen-Kammzug der Länge nach gedrittelt, zu einem dicken Single versponnen, daraus eine Luftmaschenkette gehäkelt, aus dieser viel zu langen Luftmaschenkette wieder eine Luftmaschenkette gehäkelt, die bei 60 Grad mit Handüchern gewaschen und so sah das dann aus:



Anschließend erfolgten mehrere Versuche, wie die Regenbogenschnur dann wohl am besten auf dem Korb aussieht. Zum Glück war ich so schlau, nicht gleich mit der Nähnadel anzurücken sondern erst mal mit Stecknadeln verschiedene Varianten zu testen. Entschieden habe ich mich dann für die spiralige Variante:




Gefällt mir gut, aber die Näherei hat sich elendiglich hingezogen, ich war gestern ziemlich lange damit beschäftigt. Dafür entschädigt das Ergebnis, was lange währt wird endlich gut.

Anleitung gibt es keine, das war ein Gemeinschaftsentwurf von Nicole und mir und das Drama mit der Waschmaschine erzähle ich hier besser auch nicht. Ich kann nur raten: beim Filzen in der Waschmaschine unbedingt ein Wäschnetz verwenden, besser ist das  :-(

Ich wünsch euch frohe Ostertage, lasst es euch gut gehen.

Freitag, 22. April 2011

Glück ist

... in der Abendsonne zu sitzen und die gefärbten Locken auszusortieren.

Diese Erkenntnis hatte ich gestern abend, als ich aus den gefärbten Locken die schönsten herausgesucht habe, die dann auch nicht plattkardiert werden. Die Ruhe ringsum, die friedliche Abendsonne und beide Hände in watteweichen und in herrlichen Farben leuchtenden Locken, das war ein ganz tiefes Glücksgefühl in mir.







Glück ist auch, so viele Leser zu haben, die so nette Kommentare hinterlassen. Ich bedanke mich sehr dafür und ich freu mich darüber.

Mein spezieller Dank geht an meine eifrigste Kommentiererin Judy: 
thank you so much for your nice and enthusiastic comments.

Dankeschön euch allen


Mittwoch, 20. April 2011

Im Lockenrausch

Bei meiner letzten Rohwollbestellung habe ich irgendwie total willenlos Locken bestellt. Viele Locken. Wendsleydale-Locken, Kent Romney Lamm-Locken, Kid Mohair-Locken. Heute habe ich mal angefangen, Locken zu färben.


Heidi und Peter haben sich nur anfangs gewundert ob der bunten Pracht auf ihrem Freilaufdach. Locken färben macht eindeutig Spaß. Sobald sie trocken sind wird, wie bei mir üblich, wild gemischt. Mit allerlei Seidenkram, sicher wird auch mal Glitzer zum Einsatz kommen, mal sehen, was mir sonst noch so alles einfällt.

Montag, 18. April 2011

Im Wilden Westen blühen die Apfelbäume

... und die Perlentaucher erleben einen grauen Tag am Meer  :-)

Im Wilden Westen

Im Wilden Westen

Gesteinsschichten

Gesteinsschichten

Ein grauer Tag am Meer

Perlentaucher

Perlentaucher

Perlentaucher

Von der Apfelbaumblüte habe ich bereits einen kleinen Kammzug versponnen. Ein Dick/Dünn-Garn spiralig verzwirnt mit einem Glanzfaden von der Kone und Permuttplättchen:

Apfelbaumblüte im Freilichtmuseum Beuren

Apfelbaumblüte Neuseeland-Lamm


Apfelbaumblüte Wolle/Seide