Samstag, 22. Juli 2017

Wolle und Schafe

oder Schafe und Wolle, ganz wie man will. Ich fang mal mit der Wolle an.

Ich hab mal wieder gesponnen, unfassbar und es hat auch richtig Spaß gemacht. Denn ich hab beim Aufräumen eineinhalb ganz tolle Batts von Claire Seidenhase wiedergefunden, ein halbes Batt war schon versponnen. Nachdem mein Nicky auch noch auf Artyarnspinnen umgebaut war, habe ich einfach mal angefangen. Und siehe da, es flutschte richtig gut. Spinnen ist wie Fahrradfahren, das verlernt man tatsächlich nicht









Die beiden oberen Bilder sind von den Farben her passender. Es sind knapp 200 g Corespun mit einer Lauflänge von gesamt ca. 400 m. Kuschelweich und so interessante Farben. Ist eine Mischung aus Merino, Satinangora, Seide usw. Inzwischen habe ich auch eine Idee dafür im Kopf.

Punkt Nr. 2 - die Schafe.

Was lange währt ..... Seit ich spinne, träume ich von eigenen Schafen. Früher unmöglich, nach dem Umzug lange diskutiert und wieder verworfen, sind wir am 1. Mai dieses Jahres ganz unverhofft zu zwei Schafen gekommen. Anzeige in der Samstagszeitung gelesen, einfach so mal angerufen, einfach so mal am Sonntag angeschaut, am Montag eine Box im Stadel gezimmert und am Dienstag waren sie da.

Anni (schwarze Bergschafmischung) und John (Walliser Schwarznase mit sonst noch was), beide geboren im Dezember 2016, nicht verwandt und nicht verschwägert.



Beides waren Flaschenlämmer und das merkt man bis heute noch. Sie haben mich als Mama adoptiert und mit inzwischen schon fast 8 Monaten hängen sie mir immer noch am RockHosenzipfel.




Anni ist die scheue, aber mir und Madeline gegenüber unglaublich Zärtliche und Verschmuste, die sich nur von uns beiden anfassen lässt, uns würde sie aber am liebsten auf den Schoß krabbeln.







John ist da deutlich robuster, er findet auch alle anderen Menschen interessant, läuft aber trotzdem bei uns Mädels immer hinterher - Herdentiere halt.





Ich bin so verknallt in die beiden, das ist unglaublich. Genau so habe ich mir Schafe immer vorgestellt, anhänglich, verschmust, verspielt. John haben wir dann im Juni legen lassen und jetzt ist er ein umgänglicher und verträglicher Hammel (sag ich gerne zu ihm ;-))

Das sind jetzt also noch die letzten Bilder vor der Schur






und so sehen sie seit Mittwoch aus (ich könnte nur noch weinen, so schrecklich und furchtbar alles, gut, dass sie keinen Spiegel im Stall haben)




Ich geh dann mal Wolle waschen ...


und wünsch euch ein sonniges Wochenende.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Einen Mond-Shopper

hab ich mir genäht, ganz unverhofft.

Aber als allererstes möchte ich mich für die begeisterten Reaktionen auf meine Charliebag bedanken, so viel positives Feedback habe ich schon lange nicht mehr bekommen. Herzlichen Dank für die lieben Worte, hat mich riesig gefreut und ich bin total motiviert, jetzt wieder öfter zu bloggen.

Nun wieder zum Mond-Shopper. Die liebe Ina vom Blog Mondgöttin hat mich gefragt, ob ich ein Designbeispiel von ihrem Taschenmuster Mond-Shopper nähen würde. Ich war erst ganz baff, dann hab ich mich riesig gefreut und mit großer Freude genäht.

Das ist dabei herausgekommen:


Die Anleitung ist sehr klar und verständlich geschrieben, allein beim Einnähen des Bodens hatte ich beim ersten Durchlesen Bedenken. War dann aber wirklich ein Kinderspiel und hat perfekt geklappt.




Ich finde die Form sehr schön und eben auch die Möglichkeit, den Shopper von beiden Seiten zu verwenden. Die Seite mit dem Boot ist eigentlich ein Küchenhandtuch einer bekannten Schnickschnackallerleikette. Als ich das Handtuch-Set gesehen habe, wusste ich sofort, dass daraus Taschen werden würden. Die Aufhängeöse habe ich in einer Seitentasche verarbeitet und dadurch sieht man den türkisfarbenen Stoff des Seitenteils.

Die Tasche kann mit einem Verschluss an den Seiten etwas verkleinert werden und das gibt ihr dann die ganz besondere Form. Im E-Book wird dafür ein Kunststoff-Steckverschloss angegeben. In Ermangelung eines solchen habe ich einfach einen Ring und einen Karabiner verwendet, klappt auch.





Farblich perfekt dazu passt ein lange gestreichelter Fischestoff, die Träger sind aus Jeans-Gurtband.

Liebe Ina, ich danke dir für dein Vertrauen in meine Nähkünste und ich hab auch schon Mond-Shopper No. 2 und No. 3 ganz genau vor meinem geistigen Auge. Zum Glück ist das Wochenende im Anmarsch.

Heute ist RUMS und ich bin dabei, außerdem verlinke ich bei Taschen und Täschchen und weil der Mond-Shopper eindeutig auch maritim ist, mache ich gleich zum zweiten Mal diesen Monat beim Taschen-Sew-Along von Greenfietsen mit.

Habt einen schönen Donnerstag.

Anleitung: Mond-Shopper (*Werbung, wurde mir für das Designbeispiel kostenlos zur Verfügung gestellt)

Material: aus meinem Fundus (der trotzdem irgendwie nicht kleiner wird ;-))

Donnerstag, 13. Juli 2017

Zeit wird's für eine Charliebag

und auch, mich hier mal wieder zu melden. Lange ist es her, seit dem letzten Post und daran sind nicht unsere neuen Mitbewohner schuld. Mir ist vor ein paar Wochen von heute auf gleich die Festplatte gestorben und zwar so richtig. Ganz und gar Schrott, nix mehr zu machen. Fragt nicht nach der letzten Sicherung, das wäre peinlich.

Ich bin jetzt alle meine Bilder los, die wichtigsten Daten hab ich auf einem USB aber alles andere - futsch.Drum gibts auch keine Fotos von den neuen Mitbewohnern, die sind auch futsch, muss erst neue machen.

Aber etwas Positives gibt es auch, meine Taschennählust ist wieder zurück. Könnte evtl. auch daran liegen, dass ich mir endlich die Bernina-Maschine gekauft habe, mit der ich schon ewig liebäugle. Und die näht und näht und näht - es ist eine helle Freude.

So als Test hab ich mir gleich was richtig Heftiges ausgesucht: dicke Jeans, störrisches Wachstuch, echtes Leder und das alles in Kombination. Hat sie einfach nur lieb und brav gemacht, so ein gutes Mädchen.

Jetzt endlich mal Bilder:






Den Schnitt hab ich frei Schnauze selber erstellt. Ich hab bei meiner Internetrecherche festgestellt, dass den Original-Schnitt eigentlich so gut wie jeder irgendwie abgewandelt hat. Drum hab ich ihn mir gleich selber gebastelt.

Das Innenfutter ist ein stabiles Anker-Wachstuch und weil mir das zu sperrig für eine Reißverschlusstasche erschien, hab ich nur eine Jeanspopotasche mit aufgeplätteter Möwe und einen Schlüsselfinder feingenäht. Das Handy passt perfekt in die Einstecktasche und der Schlüsselfinder macht bei so einer großen Tasche auch wirklich Sinn.



Die Henkel habe ich aus echtem Leder genäht, einfach doppelt zugeschnitten und an der Seite abgesteppt. Damit das Leder nicht so einsam ist, hab ich die Reißverschlusstaschen noch mit kleinen Lederdreiecken verziert und ein paar Plots aus meiner Vorratsbüchse verwendet.



Die Tasche begleitet mich seit Sonntag und ich mag sie sehr. Sie hat genau die richtige Stärke, nicht zu starr und nicht zu labberig, es passt enorm was rein, sie ist leicht, die Lederträger sind bequem usw. usw. usw. ;-) Ich hätte schon unendlich viel Ideen für andere Charlietaschen.





Mit meinem maritimen Jeans-Charlie-Büdel reihe ich mich heute mal wieder ein bei:


PS
Jeder sollte eine Charliebag haben, ehrlich!